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Sonntag, März 08, 2009

Dane 2


Cornwall hat den Familiennamen auf dem Standesamt umschreiben lassen, so groß ist sein Zorn auf den Capp-Clan! Da hat er selbst im eisigsten Winter seinen Schlag mit dem Neuner Eisen geübt, schließlich ist das Golfen als künftiger Aufsichtsratsvorsitzender von Capp Industries eine unverzichtbare Voraussetzung. Und weil er das Warten auf die Beförderung leid war, wurde der Firmeninhaber zum Truthahnessen eingeladen (so daß der sich auch mal ein Bild machen kann, was Cornwall hier alles ertragen muss!). Doch Consort schmettert die Frage nach der Promotion mit einem schwammigen "Wir werden sehen." ab. Was der alte Knacker daraufhin aber nicht abschmettern kann, ist Cornwalls Faust, die ihm ins Gesicht fliegt!


Eigentlich hatte sich Regan ja standesgemäß im Gartenteich ertränken wollen. Zu belastend sind die verschiedenen Konflikte mit cholerischem Ehemann, lieblosem Vater und wahnsinnigem Bruder. Doch erstens ist noch Winter und der Teich zugefroren, und zweitens kann sie ihren kleinen Sohn nicht im Stich lassen. Jawohl, der Wunsch nach einem Stammhalter hat Cornwall den Widerwillen gegen seine Frau kurzzeitig vergessen lassen. Nun kann Regan zwar nicht mehr die ekelerregende Erinnerung an den mechanischen 30-Sekunden-Akt aus ihrem Gedächtnis verdrängen, aber zumindest ist der entzückende Fortinbras ein großer Trost. Selbst daß der verhasste Gatte ihr auch noch den Familiennamen raubt, nimmt sie hin, da ihre Familie eh aus Consorts Testament gestrichen wurde.


Ho ho ho! Die Weihnachtselfen werden immer aufmüpfiger. Es wird Zeit, daß Santa Kent ihnen mal eines mit der Rute überzieht. Diese beiden bekommen jedenfalls heuer nur Kohle in den Strumpf gestopft! Die eine heult umverzüglich los, sobald er ihr befiehlt, endlich mal mit der Produktion von den 37 Millionen Holznussknackern zu beginnen, die er in der Weihnachtssaison verschenken will. Außerdem wird ihr Bauch immer dicker - Kent hat sie im Verdacht, sich heimlich am täglichen Truthahn zu vergehen. Der andere Elf ist allerdings noch weitaus frecher! Hat er seinen Herrn und Meister doch glatt in ein schimmliges Kellerverlies gesperrt, das nicht mal mit einem Mistelzweig dekoriert wurde. Na warte, wenn Santa Kent wieder herauskommt! Dann werden die Rentiere auf den bösen Wicht gehetzt!

Freitag, August 22, 2008

Meet The Capps (The Danish Ones)


Das hatte sich Cornwall Dane ganz anders vorgestellt, als ihm angeboten wurde, in die berühmte Capp-Familie einzuheiraten. Schließlich stammt er aus höchst blaublütigem Geschlecht incl. allem, was dazugehört (also Inzest, Mord und Wahnsinn). Aber das zählt nicht für die Capps, die die metronymische Namensweitergabe pflegen. So hat Cornwall in den sauren Apfel gebissen, denn Helsingör braucht dringend Doppelglasfenster (die Heizkosten sind astronomisch!) und die Capps sind als sagenhaft reich verschrieen. Doch Pustekuchen! Die Mitgift betrug gerade mal 20000 Simoleons! Cornwall ist außer sich, zudem die Braut extrem reizlos und verhärmt ist und er als Dreingabe auch noch einen irren Schwager mitgeliefert bekam. Unser Däne ist familiären Irrsinn dank intensiver Zwiegespräche des Vaters mit Totenschädeln gewohnt, aber der Irrsinn seines Schwagers schlägt dem Fass den Boden aus!


Das hatte sich Regan Capp ganz anders vorgestellt, als ihr der Vater, Consort Capp, einen eigenen Haushalt samt blaublütigem Ehemann versprach. An Stelle des erwünschten Märchenschlosses samt Märchenprinz bekam sie eine baufällige Hütte und einen lieblosen Ehemann, der nur über der Heizkostenabrechnung brütet und ihr unflätige Bemerkungen auf Dänisch entgegenbrüllt. Das Schlimmste jedoch ist, daß ihr weiterhin zur Auflage gemacht wurde, den eigenen Bruder zu pflegen, der gelinde gesagt einen ordentlichen Vogel hat. Deshalb ist das komplette Haus auch mittlerweile in Grün und Rot gestrichen und sie muss jeden Tag einen fetten Truthahn auftischen. Jeden Tag! Regan hat den regen Verdacht, nicht die Lieblingstochter ihres Vaters zu sein.


Das hatte sich Kent Capp ganz anders vorgestellt, sein neues Leben als Weihnachtsmann. Erstens liegt hier am Nordpol nur selten Schnee, zweitens erweisen sich die beiden mitgelieferten Weihnachtswichtel als äußerst widerspenstige Helferlein. Der eine beschimpft ihn nur in einer fremden Sprache, der andere läßt jeden Tag den leckeren Truthahn verbrennen! Wie soll er da jemals die ganzen Geschenke für eine halbe Milliarde Kinder fertig bekommen, wenn einer von den doofen Wichteln ständig in Tränen ausbricht, sobald er ihm befiehlt, hunderttausend Schaukelpferde zu schnitzen.