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Donnerstag, Oktober 14, 2010

Massimo Polidori: Stille Örtchen


Einblick in den Garten Eden. Während Massimo dem Orangenbaum etwas vorzwitschert, spielen Jesús und Alessandro vergnügt Ball. Im Schlafanzug versteht sich. Aus den Pyjamas kommen sie eigentlich nur noch, wenn die Fahrgemeinschaft hupt.


In einem Garten Eden ist die Schlange natürlich nicht weit. Wobei Tom Epstein an der Gesamtsituation nur teilweise Schuld trägt. Wie soll er denn wissen, daß sein alter Schwarm Alessandro nun verheiratet ist, und dessen Ehemann diesem die Hölle heiß macht, nur weil Tom dem in die Jahre gekommenen Ex-Liebhaber einen Zungenkuss gibt?


Doch ruinierte Ehen sind in diesem Haushalt schnell wieder vergessen, dafür sind Senioren dann doch einfach zu anhänglich. Bereits am übernächsten Tag haben sich Jesús und Alessandro schon wieder lieb und begrabbeln sich auf Schritt und Tritt.


Wer ist eigentlich dieser Geist hier, der Hieronymus beim Pralinenmachen schockt? Ich verliere so langsam den Überblick. Es muss auf jeden Fall ein älterer Herr mit Brille gewesen sein (die sich merkwürdigerweise im Spektralzustand in eine Sonnenbrille verwandelt hat).


Das will er wohl gleich seinem Liebsten Hieronymus erzählen. Massimo hat tatsächlich endlich einen Job in der Artist-Laufbahn gefunden. Und das einen Tag vor seiner Beförderung zum Geschäftsmagnaten. Diese Laufbahn läßt er tatsächlich umgehend fallen, denn endlich Klavierspielen zu dürfen, das ist weitaus reizvoller.


Die treuselige Anhänglichkeit von Senioren zueinander läßt manchmal auch an Alfred-Hitchcock-Filme denken - wenn zB. Jesús so lange auf den geschlossenen Duschvorhang starrt, bis Jesús aprilfrisch aus der Badewanne steigt. Na wie gut, daß Jesús sich vorher keine Omaperücke aufgesetzt und mit einem riesigen Küchenmesser bewaffnet hat.


Hieronymus ist sehr bemüht, sich mit seinen Schwiegervätern bekannt zu machen. Die ignorieren ihn völlig, ein Umstand, der den Schwiegersohn sehr betrübt. Eine Schachpartie mit dem ständig schummelnden Alessandro bringt ihn jedoch ins Grübeln, ob es nicht vielleicht besser ist, es beim alten Status quo zu belassen.
Jesús hingegen steht zwar kurz vor dem Hungertod, hat aber vergessen, wo der Kühlschrank steht. Und da Alessandro andersweitig beschäftigt wird und dementsprechend nicht zum Witze-Austausch zur Verfügung steht, wird die Zeit mit Seilspringen überbrückt.


Richie Stringini soll mal nicht so schockiert tun, schließlich läuft er auch nur mit einem goldenen Höschen durch die Welt. Und sollte eigentlich wissen, was darunter versteckt ist.


Seit die Oceanography-Einschränkungen gefallen sind, darf auch Fisch gekocht werden. Jawohl, bei Hudsuckers wird der Fisch weder gebraten noch gedünstet, sondern in einen Topf mit roter Pampe geworfen. Fertig ist das Lachsgericht!


Der Lachs wurde nur deswegen zubereitet, um die ausgehungerten Senioren zum Essen zu animieren. Hausgäste wie Tariq Khan nehmen ebenfalls gerne am Mahl teil. Und sind dann leicht irritiert, wenn die Gastgeber in ihre Teller fallen.
Die kontrollierbaren erwachsenen Sims ernähren sich weiterhin ausschließlich von Saft. Hieronymus quetscht im Hintergrund gerade ein paar Auberginen aus, was einen köstlichen Drink ergibt und ihm einen weiteren Sauberkeitspunkt einbringt.


Warum muss ich nur immer an den "Alien"-Film denken, wenn Sims erste Anzeichen ihrer Schwangerschaft zeigen?


Ich hatte ja gehofft, daß die Fischleichen im Aquarium irgendwann von selbst verschwinden. Die einzige Option, die zur Verfügung stand, war, das Becken mit einer neuen Population zu bestücken. Und ich wollte es ja eigentlich erst einmal leer lassen. Doch nachdem nach einer Woche immer noch alle Nemos bauchoben schwimmen, gebe ich schweren Herzens nach und schicke Hieronymus an, neue Todgeweihte ins Wasser zu setzen. Was für ein Glück, denn endlich fischt jemand die Kadaver heraus (um sie im am weitesten entfernten Klosett zu entsorgen).


Wenn Gespenst Ignaçio aus seinem Grabstein gesprungen ist. schwebt er immer zuerst zum WC im Erdgeschoss, um dort zu jubeln. Offensichtlich hat er hier besonders schöne Momente erlebt.


In besagtes Badezimmer zieht sich auch eines Abends Jesús zurück, um an seinen Memoiren zu arbeiten. Offenbar ist es doch ganz erholsam, nicht 24 Stunden täglich an Alessandro zu kleben. Ha, endlich alleine!
Ausgerechnet heute verlangt es zwei Hausgäste nach Gesellschaft, die sie ausgerechnet beim armen Jesús suchen. Hat man denn nirgendwo mal seine Ruhe?

Mittwoch, August 11, 2010

Arjen Maalouf: Hummer bringt Kummer


Clovis scheint seinen Polizistenjob zu hassen, denn niemals freut er sich so riesig, nach Hause zu kommen, wie am anstehenden Geburtstag seines Sohnes. Dann wäre er nicht mehr der einzige Geldverdiener und könnte im anstrengenden Polizeijob kürzertreten, um endlos in der Badewanne Kapitän zu spielen oder bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Müll nach draußen zu bringen.


Mit dem ersten Kuss zur Teenagerzeit gerät Arjen also in Zeitnot. Zwar begleitet ihn noch ein weiterer Schulfreund nach Hause, aber wir kennen das Spiel. Küsse werden nur an den RICHTIGEN verteilt, 1-Blitz-Bubis werden maximal umarmt.


So muss er ungeküsst zum Manne reifen. Nun bräuchte er nur noch das passende Pferd, um dem Stallburschenoutfit den authentischen Rahmen zu geben. Da er kein Ross besitzt, eilt er einfach zum nächsten Kleiderschrank, um dem grausigen Anblick ein schnelles Ende zu bereiten.


Leider findet er in seiner Kleidergröße nur das abgetragene Zeug von Papa Clovis vor. Aber was will man machen, Kleiderkaufen ist zwar erlaubt, aber das Lot darf nicht verlassen werden.


Es ist Winter, also wird schnell das Hemd ausgezogen, dafür aber ein Schal umgebunden, denn es geht nach draußen, um den besten Heiratskandidaten aus der Menge herauspicken!
Wenn er sich so umschaut vor der Tür, ist die Menge an Fussgängern nicht gerade überwältigend. Bei der Auswahl zwischen Trevor Lima und Deacon Frost leuchtet jedenfalls letzterer mehr auf. Mister Lima darf weitermarschieren, Mister Frost hingegen wird zum Bezirzen dabehalten.


Deacon ist Stadtrat und qualifiziert sich damit als anstehender Lebenspartner. Allerdings ist die Blitze-Ausbeute nicht gerade üppig. Trotzdem beschließt Arjen, ihn sich warmzuhalten, wer weiß, ob noch was besseres kommt.


Na so ein Zufall. Richie Stringini mischt sich ins Geturtel, und auffälliger könnte es Arjen ja wirklich nicht machen, daß Deacon bereits Schnee von gestern ist. Wie gemein!


Deacon wird zurück in die Wüste geschickt, Richie hingegen ins Haus eingeladen und dreist nach dem Berufs- und Familienstand gefragt. Naturwissenschaftler, ledig und warum er so heißt wie das Mitglied einer erfolglosen Boyband, weiß er auch nicht.
Mit diesen Auskünften rutscht er auf Platz 1 in Arjens Männerhitparade.


Der erste Tag im neuen Job. Zu meiner großen Freude hat Arjen gleich Law aus der Zeitung picken können. Ohne Law kann man nämlich keinerlei Nutzen aus Law Enforcement, Politics und Slacker gewinnen. Außerdem dürfte dann geheiratet werden. Juhu!


Attilio Labís erwähnt sicherheitshalber nicht, daß er dieses Haus wie auch Arjens Großvater besser als seine Westentasche kennt. Dafür mag er unbedingt Arjen die Nummer einer guten Freundin geben, die SOOO GUT zu Arjen passen würde.
Wann merkt die KI des Spiels endlich, daß meine Sims in keinster Weise an diesen Telefonnummern interessiert sind?
Also wird wie immer das Angebot abgelehnt, und wie immer ruft die Dame einige Stunden später trotzdem an. Wie immer legt auch Arjen gleich wieder auf, sobald die Ärmste auch nur ihren Namen in den Hörer flötete.


Das Hummerkochen steht schon seit Beginn der Apokalypse unter einem schlechten Stern. Ungeachtet des Hummerkoch-Verbotes möchte sich Clovis ganz frech zu nachtschlafener Zeit noch einen Imbiss aus Schalentier einverleiben.
Während der Zubereitung wird er jedoch vom verstorbenen Victor erschreckt. Der Hunger wird so mächtig, daß die Kochzeremonie unterbrochen wird, um schnell aus dem Kühlschrank zu naschen.


5 Minuten später fällt dem immer noch Hungrigen ein: Da war doch was! Der Hummer wird also munter in die Röhre geschoben, doch bevor ihn Clovis wieder herausnehmen kann, springt ihm Victor aus dem Herd entgegen.
Während das Krustenviech nun zu Kohle gebacken wird, eilt Clovis erneut zum Kühlschrank, um den schlimmsten Hunger zu stillen. In dem er statt Kindermilchschnitte erneut Victor vorfindet.


Zwar gelingt ihm noch mit letzter Kraft, den Hummer herauszuholen, bevor die Küche ein Raub der Flammen wird, doch ein fünfter Geisterschreck seitens Victor macht den armen Clovis zu Urne Nummer 6, die den Küchenboden verziert.