
"Wir haben zuviel Geld!" meint Rafael Cortese eines Morgens im barocken Frühstückssalon. "Die Proletarier darben, und wir leben wie die Made im Speck!"
Die Madentheorie schmeckt Lohengrin jedoch überhaupt nicht, genauso wie er immer den Speckrand vom Filet Mignon schnippelt. Schließlich sind der Wintergarten und sein Ankleidezimmer noch nicht ausgebaut, und auf den beheizten Swimming Pool muss er auch noch einige Zeit warten. Und da er sich deswegen noch immer proletarisch genug fühlt (schließlich muss er sich all dies auch durch sein Friseurhandwerk verdienen), bricht bei Lohengrin beim Gedanken an die Plattenbausiedlung, in die ihn Rafael am liebsten verpflanzen würde, der kalte Schweiß aus.
Die beste Taktik ist, den Kapitalismuskritiker auf andere Gedanken zu bringen. "Wir haben zuwenig Techtelmechtel!" entgegnet er dem verblüfften Gatten und beschließt in Gedanken, diesmal auf Verhütungsmittel zu verzichten...