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Mittwoch, Februar 11, 2009

Subject 2


Eigentlich sollte Nervous Subject momentan der glücklichste Sim in Strangetown sein. Nach jahrzehntelanger Gefangenschaft ist ihm die Flucht aus dem Horrorhaus der sadistischen Beakers gelungen UND er hat eine Villa am Stadtrand geerbt. Warum also die Leichenbittermiene? Nun, im vermachten Garten liegen tatsächlich Leichen vergraben und Nervous hat nicht den leisesten Schimmer, wer diese Leute waren. Was ihn zum zweiten Mysterium bringt - wer ist die geheimnisumwobene Wohltäterin und warum hat sie ausgerechnet ihn zum Erben auserkoren? Zum Erben eines Spukhauses obendrein, denn eines Abends, als er "Alle meine Entchen" auf dem scheppernden Piano anstimmt, springt ihm doch glatt der Geist einer alten Dame ins Gesicht. Wäre das nicht alles schon schlimm genug, hat der Ärmste auch noch eine äußerst unfreundliche Nachbarin, die mit hämischem Blick aus ihrem Wohnzimmer registriert, wie in diesem Moment Nervous die Kontrolle über seine Blase verliert.


Weil sich der Geist des greisen Weibes gerne im Kühlschrank versteckt, geht Nervous meist auswärts essen; im völlig überfüllten In-Restaurant wird er an den Tisch eines anderen Solo-Gastes platziert - und ist sofort fasziniert vom Charme, Witz und dem guten Aussehen von Lazlo Curious. Als Entschuldigung ist anzuführen, daß Nervous seine bisherige Lebenszeit in Isolationshaft verbracht hat.
Bereits am nächsten Tag wirft er sich mit entflammtem Herz und Verlobungsring dem Angebeteten zu Füßen. Lazlo ist über die Eile zu Recht verwundert, die Aussicht darauf, endlich wieder ungestört von weiblichen Wesen 10 Folgen Kampfstern Galactica am Stück gucken zu dürfen, stimmt ihn jedoch flugs um.

Freitag, Februar 06, 2009

Nigmos 2


Daß sie nach den entsetzlichen Vorgängen nach Strangetown zurückkehren würde, damit hätte hier niemand gerechnet. Und daß sie sich auch noch direkt neben dem Ort des grausigen Geschehens ein kleines Häuschen bauen lassen würde, schon erst recht nicht. Deshalb ist es auch Stadtgespräch Nummer Eins: Ophelia Nigmos ist zurück! Natürlich wird ihr Hausboy von allen ausgequetscht, in der Hoffnung auf enthüllende Details. Doch alles, was er berichten kann, ist, daß die junge Mrs. Nigmos ein enttäuschend biederes Familienidyll vorlebt und bisher noch keinen neuen Friedhof im hinteren Garten angelegt hat.


Ophelia Nigmos ist also in die alte Heimat zurückgekehrt, mit einem Parapsychologie-Diplom in der Tasche und einer ehemaligen Kommilitonin und jetzigen Ehefrau im Schlepptau. Blossom Moonbeam heißt die bezaubernde japanische Schönheit. Beide machen vorbildlich vor, was man alles aus einer Tischdecke und einem Schal zaubern kann (nämlich zB. eine komplette Garderobe) und gehen auch umgehend die Familiengründung an.


Takeshiro heißt der kleine Prinz, der dabei herauskommt. Der Putzmann findet das Kind ein wenig gruselig, da es bereits jetzt das Gesicht eines Vierzigjährigen trägt, und facht die Gerüchteküche damit neu an.
Daß die unauffällige Fassade bloßer Schein ist, ahnt jedoch niemand, selbst Blossom Nigmos nicht: Ophelia ist weiterhin davon besessen, die Villa der Tante zurückzuerobern und deren finstere Geheimnisse zu ergründen. Deshalb auch der Neubau mit Ausblick auf das Nachbargrundstück - den Ophelia ausgiebig nutzt, um den mysteriösen Erben ihres Geburtshauses auszuspionieren.

Donnerstag, Januar 22, 2009

Beaker 2


Den Preis für das gräßlichste Maxis-Haus in Strangetown hat bisher stets das Anwesen der Beakers abgesahnt - riesige leere Flächen, Torbögen statt Haustür, Treppen, die ins Nichts führen, labyrinthische Korridore und als Tiefpunkt Nervous' Kellergemach. Damit ist jetzt Schluß: Den Beakers wurde ein standesgemäßes Gruselgemäuer gegönnt, das den Charme einer verfallenen Nervenheilanstalt ausstrahlt. Nach oben hin ist es gewachsen, dafür wurde der komplette hintere Bau weggerissen und der Keller eingeebnet.


Besagtes Kellerverlies wird auch nicht mehr benötigt, denn das eingekerkerte Versuchsobjekt ist unverschämterweise ausgebüchst. Eigentlich wollte ihm Circe Beaker an diesem Morgen ein paar erfrischende Stromschläge verpassen, da hat der heimtückische Nervous sie doch glatt mit einem SimVac überrumpelt und schachmatt gesetzt (und ihr dabei noch einen Kochskillpunkt gemopst), bevor er feigerweise die Flucht ergriff. Wie soll Circe nun ihre wissenschaftlichen Experimente fortsetzen? Soll sie es tatsächlich wagen, bereits jetzt mit der Zucht zu beginnen? Wer nicht wagt der nicht gewinnt - und so mixt sie in ihrem Labor munter die gesammelten Genmaterialien mit den ihren und Lokis, um einen neuen Übersims zu erschaffen.


Loki Beaker hat alle "Das Omen"-Filme angeschaut, sogar den vierten, der so schlecht ist. Nicht nur deswegen traut er sich nicht mehr ins Haus zurück und friert sich draußen lieber blau (wobei sein heller Teint dann eher ins Graue changiert). Denn im Wohnzimmer sitzt der vermutlich Leibhaftige auf dem Teppich und gurrt und sabbert! Anders kann er sich es nicht erklären, daß Circes erster Zuchtversuch, ihre gemeinsame Tochter Pandora, so völlig aus der Art geschlagen ist! Bis auf seinen wunderschönen Brauenbogen hat das Kind rein garnichts von ihm geerbt; es singt fröhliche Kinderlieder, will ständig geknuddelt werden (alleine bei der Vorstellung bekommt Loki Gänsehaut!), und das Grauenerregendste ist: Pandoras Lieblingsfarbe ist Rosa!

Freitag, September 26, 2008

Meet The Kims

Die Kims sind in SimCity bekannt wie bunte Hunde, denn sie haben in einer überaus populären Science-Fiction-Familienserie mitgespielt. Doch sinkende Einschaltquoten veranlassten den produzierenden TV-Sender, einen lustigen Schimpansen und ein reizloses Mauerblümchen, das sich irgendwann in einen schönen Schwan verwandeln sollte, einzubauen. Diese verzweifelten Versuche, dem Publikumsgeschmack hinterherzuhecheln, nutzten nichts - die Serie wurde eingestellt, als der traumatisierte Schimpanse das Mauerblümchen biß und dieses daraufhin die Sendeanstalt verklagte.


Cynthia Kims Versuche, ihre Schauspielkarriere wiederzubeleben, sind allesamt gescheitert - was daran liegen mag, daß dank der zahlreichen Botox-Injektionen sämtliche Gesichtsmuskeln lahmgelegt sind und sie zu keinerlei Mimik mehr fähig ist. Die einzige Möglichkeit, weiterhin im Fernsehen aufzutreten, ist eine Rolle als Tatort-Leiche. Cynthia ist verzweifelt! Nun bleibt ihr nur noch die selbstentworfene Unterwäschekollektion, die sie bei QVC in einer Dauerwerbesendung anpreist. Ob sie wenigstens diesen Sendeplatz lange halten kann, ist zweifelhaft, denn erstaunlicherweise sind ihre raubtiergemusterten Formslips mit Bauchweg-Effekt ein absoluter Ladenhüter.


"Cthulhu, hilf!" fleht Robert Kim täglich die göttlichen Entitäten an. Das häusliche Leben ist ein Alptraum geworden, seit die gesichtsversteinerte Gattin ihre zunehmende Frustration mit dem Entwerfen von erotisch absolut abtörnender Unterwäsche kompensiert. Wie gut, daß es noch Fan-Conventions gibt, auf denen er weiterhin von Nerds und anderen Losern die Anbetung erfährt, die ihm von der Gattin verweigert wird. Und diese Idioten kaufen auch den ganzen Plastikramsch von Andenken an seine einst so erfolgreiche Fernsehkarriere. Nervous Subject z.B. ist ganz aus dem Häuschen, als ihm vom Lieblings-Star persönlich die Replik des Kim-Familien-Raumschiffes aufgeschwatzt wird.


Justin Kim weiß um die geringe Haltbarkeit des Ruhmes von ehemaligen Kinderstars. Seine Idee, als Trainer für Filmtiere wenigstens weiterhin an Sets und Drehorten herumlungern zu können, scheitert schon am ersten Dressurtier, seinem begriffsstutzigen Kater, der partout nicht durch den brennenden Reifen springen will.
Wie gut, daß die Kim-Serie im Ausland nach wie vor ein Riesenhit ist. Justin jedenfalls bereitet sich schon einmal gut auf seine künftigen Rollen als androgyner Mädchenschwarm in Japan vor!

Montag, August 11, 2008

Meet The Beakers (And A Subject)


Uh, Loki Beaker! Wenn einen die eigenen Eltern nach dem Nordischen Gott der Zwietracht benennen, muss man sich ja nicht wundern, daß sowas herauskommt. Da hat auch die Anthropomorpholosophische Ausbildung in der Waldorfsalat-Schule nichts gebracht. Klein-Loki hat zwar fleißig gelernt, aber zwischendurch auch gerne den Mitschülern eurythmisch einen Bleistift ins Ohr gesteckt, um zu sehen, wann sie mit dem Schreien beginnen.
Die Liebe zur Versuchsanordnung ist erhalten geblieben, gepaart mit dem Willen zur absoluten Niedertracht. Sollte jemals also Miss Kat eine ihrer Katzen vermissen, es gibt da eine Tür, an die sie zu klopfen hat. Zumindest kannte diese Tür eine gewisse Bewohnerin von Strangetown, damals vor vielen Jahren, als sie ihr ungewolltes Baby davor ablegte und im Sandsturm der Geschichte verschwand...


Wah, Circe Beaker! Bewohner von Strangetown sollten sich in Acht nehmen, wenn Circe wieder ihre Knöchel knacken läßt. Zwar kann sie ihre Feinde nicht in Schweine verwandeln wie einst die antike Namensgeberin, aber genügend Schweinereien hat sie trotzdem im Sinn. Circe ist so fies, daß selbst ihre eigene Haut gegen sie protestiert und sie mit dicken Eiterpusteln überzieht (bitte auf das Bild klicken, um alle Eiterpusteln in der Vergrößerung zählen zu können). Aber der von Circe ersehnten Schaffung einer Herrenrasse wird nichts im Wege stehen, schon lange keine Akne! Sie hängt ja nicht umsonst Nacht für Nacht am Teleskop, um vorbeiflatternde Fledermäuse zu erspähen und danach abzuschießen, damit sie irgendwann echtes Vampirblut in die knöchelknackenden Griffel bekommt.


Wow, Nervous Subject! Hier ist ganz klar 1. ein guter Therapeut und 2. Das Große Handbuch der beliebtesten Babynamen gefragt! Ersterer, um wieder Ordnung ins Gehirn zu pusten, das die teuflischen Beakers so gekonnt verwüsteten, zweiteres, um den fiesen Namen, den ihm selbige verpassten, loszuwerden. Als örtlicher Kaspar Hauser hält der junge Mann es jedenfalls für ganz normal, im Keller wohnen zu müssen und ab und an 1000 Volt oder Fledermausblut durch den Körper gejagt zu bekommen. Kein Wunder also, daß sich Beakers wenig drum kümmern, auch mal eine Tür in den Haustürrahmen zu hängen, denn ihr Versuchskaninchen läuft schon nicht weg. Als unverwüstliche Frohnatur erfreut sich Nervous eben an den kleinen Dingen - die neue Lederhose stimmt ihn ebenso glücklich wie das abendliche Ritual, Circe die Pickelcreme auftragen zu dürfen.