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Dienstag, Februar 10, 2009

Smith 2


Bloß nicht auffallen! Denkt sich Pollination Technician #9 auf seinem neuen Heimatplaneten und versucht, so spießig wie nur irgend möglich zu leben. Der nasenlose alte Herr will ja nicht enttarnt und in einem streng geheimen Stützpunkt der Armee seziert werden. Um die inneren Organe also im Inneren zu behalten, wird einen auf Biedermann gemacht: Der gepflegte Garten wird mit einer stattlichen Gartenzwerg-Armee bevölkert und im Winter dem Schneemann ein gewaltiger Riechkolben eingepflanzt (wenn er schon Alien-Augen hat).
Doch der extraterrestrische Sexualstraftäter weiß, daß sich das Netz um ihn dichter zieht und sinnt auf Abhilfe. Mit seinem Nachfolger #10 steht er noch in intensivem telekinetischen Kontakt und hat diesen bereits auf seinen Erzfeind angesetzt, um ihn endgültig schachmatt zu setzen. Doch was tun mit der aufmüpfigen Kinderschar im eigenen Haus?


So schnell kann's gehen! Eben noch hat Jenny Smith Kinderweitwurf im Garten geübt (persönlicher Rekord: 7,31 Meter), schon ist ein neues Lebensalter über sie hereingebrochen und dank knirschender Hüfte muss sie nun ein wenig langsamer tun (zudem Tochter Jill als Teenager nun wirklich zu schwer für sie wird). Lindgrün ist jedoch weiterhin ihre favorisierte Farbe - deswegen liebt sie ihren Polli wie am ersten Tag!
Mit ausreichend Altersweisheit gesegnet, betreibt sie nun eine Telefon-Hotline, um gebeutelten Frauen mit Ratschlägen zur Seite zu stehen. Meist belegt ihre neue Schwägerin die Leitung in Dauerschleife - schließlich weiß Jenny als große Schwester der Curious-Brüder am besten, wie man denen vielleicht die exzentrischen Angewohnheiten austreiben kann.


Da brat' mir doch einer einen Storch! Johnny Smith ist wie ausgewechselt, als er nach absolviertem Studium ins Geburtshaus zurückkehrt. Auf der Uni hat der junge Mann Stella Terrano kennen- und bewundern gelernt, die im politischen Untergrund für die Rechte der Halb-Aliens kämpft. Mit neuem Selbstbewusstsein ausgestattet, sieht Johnny keinen Grund mehr, Hautfarbe und spitze Ohren zu verheimlichen. Im Gegenteil, die schnittige neue Frisur betont die steilen Lauscher umso mehr!
Eine Steilvorlage bietet auch der Mann in seinem künftigen Leben - schließlich hat er sich einen der begehrten Davis-Brüder geangelt. Almeric ist zudem politisch engagiert und will in seinem anstehenden Wahlkampf für die gesetzliche Gleichstellung der zartgrünen Minderheit eintreten.


Jetzt schlägt's sechzehn! Nach einer Kindheit mit Schleudertrauma möchte Jill Smith endlich mal von ihrer überragenden Intelligenz profitieren. Auch will sie - zum Entsetzen des Vaters - nicht mehr mit ihren außerirdischen Genen hinterm Berg halten. Fast schon mit Verachtung begegnet sie ihrem menschlichen Erbe und kaschiert ihre rosa Haut mit lindgrünem Stoff.
So gibt es am Esstisch jeden Mittag hitzige Familiendiskussionen (nur Jenny hält sich raus, kein Wunder, wenn Cassandra Curious ihr gerade die Ohren vollheult - weil Vidcund sie nur zur Star Trek Convention mitnehmen mag, wenn sie sich als Klingonin verkleidet). Almeric, der die Aliengleichberechtigung auf dem mühevollen Weg durch die legalen Instanzen vorantreiben will, Polli, der lieber alles verschweigen würde und Jill, die die Revolution per Strassenkampf erzwingen will.

Sonntag, August 17, 2008

Meet The Smiths


Als interstellarer Vergewaltiger hat der außerirdische Sittenstrolch Pollination Technician #9 jahrzehntelang der männlichen Einwohnerschaft von Strangetown zu unverhofftem Blasendruck und morgendlicher Übelkeit verholfen. Nun hat er sich ausgerechnet die Stadt seiner Opfer ausgesucht, um sich zur Ruhe zu setzen und eine eigene Dynastie zu gründen. Noch ahnt seine junge Familie nichts von der dunklen Vergangenheit des Vaters.
Doch General General Buzz Grunt hat bereits ein Auge auf ihn geworfen. Nicht im romantischen Sinne, vielmehr wird General Grunt in seiner Funktion als oberster Alien-Abfangjäger schon recht misstrauisch, wenn er grünhäutige Herrschaften mit Segelohren morgens beim Brötchenholen trifft. Auch wenn die sich mit einer Überreaktion der Haut auf zuviel Spinatmahlzeiten rausreden wollen.


Als Ehefrau eines Außerirdischen hat es Jenny Smith bestimmt nicht leicht. Das ständige Nach-Hause-Telefonieren des Ehemannes überstrapaziert die Telefonrechnung, da die Alien-Schwiegereltern jenseits von Alpha Centauri wohnen. Irgendein Pack tritt täglich die Mülltonne um, wohl aus Missbilligung der "Mischehe" (Jenny hat die Beakers in Verdacht). Und obendrein ist die Familie ins Visier des Militärs geraten, das in Strangetown eine streng geheime Militärbasis unterhält (laut Jennys Bruder Pascal, der ein hochangesehener Verschwörungstheoretiker ist, wird hier ein vor etlichen Jahren abgestürztes UFO mitsamt eingefrorenem Piloten aufbewahrt). Nichtsdestotrotz würde sie ihren Polli für keinen irdischen Mann eintauschen. Alleine schon diese spitzen Ohren sind soooo niedlich!


Johnny Smith hingegen HASST seine spitzen Ohren. Ist doch eh schon schlimm genug, ständig wegen der komischen Hautfarbe gehänselt zu werden. Jetzt hat er einen Ferienjob als Vogelgucker angenommen, denn Gucken kann Johnny wie kein zweiter. Und Mary-Sue Pleasant ist froh, daß ihr Papageienzuchtverein nun auch in Strangetown jemanden hat, der nach seltenen Papageienarten Ausschau hält. Mit dem verdienten Geld will Johnny sich die Ohren anlegen lassen, die er jetzt noch mit aufgebauschtem Haar zu verbergen versucht.


Jill Smith ist zwar ein Halb-Alien, aber rein äußerlich nicht von einem irdischen Kind zu unterscheiden. Trotzdem hat das außerirdische Genmaterial voll zugeschlagen. Jill tanzt nicht zum Kuschel-Schnuffel-Song, sondern zu "Also sprach Zarathustra", sie spielt auch nicht Puppenmutti mit ihren Barbies, sondern "Künstliche Befruchtung der 'N Sync-Sammlerpuppen meines großen Bruders". Nicht daß Johnny jemals zugeben würde, hingebungsvoller Fan einer kitschigen Boyband gewesen zu sein und sein Zimmer mit Postern von den fünf Buben zugepflastert zu haben, aber das ist sowieso ein anderes Thema. Für Jill stellt sich jetzt erstmal die Frage, wer zuerst schwanger wird, JC oder Justin?

Samstag, August 16, 2008

Meet The Singles

Als echte Singles haben Chloe Curious-Smith*, Lola Curious-Smith*, Erin Beaker** und Kirsten Loste*** natürlich auch Kontaktanzeigen aufgegeben, um in Strangetown den richtigen Partner zu finden. Hier die jeweiligen Texte und was in Wahrheit dahintersteckt:
______________________________________
*Halbschwester von Johnny Smith und Halbschwester von dessen Mutter Jenny (!). Außerdem Halbschwester der Curious-Buben. Was sie aber gerne verschweigt.
**Schwester von Loki Beaker. Ebenfalls ein Familienverhältnis, um das sie wenig Aufheben macht.

***Die ist hier mit niemandem verwandt. Und auch ganz froh drum.


Naturverbundene (1) Akademikerin (2), zupackend (3), aber liebenswert (4), sucht Partner zum Bäumeausreissen (5) und Pferdestehlen (6).

(1) Im üppigen Haarbewuchs unter meinen Achseln brüten bereits als ausgestorben angesehene Milbenarten
(2) Englisch für Anfänger-Volkshochschulkurs mit Diplom bestanden
(3) Wo ich hinlange, wächst kein Gras mehr
(4) wenn man Mädels im Sweatshirt mag
(5) Ist wörtlich zu nehmen, im hinteren Garten stehen einige abgestorbene Bäume, die unbedingt wegmüssen
(6) Mehrfach vorbestraft wegen Pferdediebstahl


Erfolgreiche Karrierefrau (1) sucht gutsituierten (2), sportlichen (3), lieben (4) Partner. Spätere Heirat (5) nicht ausgeschlossen. Kinder sind kein Problem. (6)

(1) Meine Kollegen hassen mich und nennen mich ein h***** Mist***** hinter meinem Rücken
(2) Reich genug, um mich, meine Schwester, meinen Schuhtick und das Reihenhaus auszuhalten
(3) zeugungsunfähigen
(4) unterwürfigen
(5) Ohne Antrag gibt's keinen Sex
(6) Wofür gibt es Internate?


Süße Maus (1), zierlich (2), möchte mit nettem Typen (3) am Strand spazieren gehen, den Regentropfen zuhören und am Kamin kuscheln (4). Schön wäre es, wenn Du Tiere magst (5)

(1) Langweiliges Hausmütterchen
(2) BH ist mit Tempotaschentüchern ausgestopft
(3) Bin verzweifelt und nehme wirklich jeden
(4) Lese ausschließlich billige Kitschromane aus der Bahnhofsbuchhandlung
(5) Männer kommen und gehen, der Papagei bleibt


Junge Schauspielerin (1), südländischer Typ (2) sucht großzügigen, älteren Herren (3) für gelegentliche Treffs (4). Diskretion (5) selbstverständlich. Auch tagsüber (6)

(1) Kann jederzeit den Orgasmus vortäuschen
(2) so lange in der Sonne gebrutzelt, bis ich aussehe wie eine Rosine
(3) steinreichen Millionär ohne Erben, Rollstuhl und Beatmungsgerät angenehm
(4) Zu mehr reicht meine Zeit nicht, ich habe mehrere von euch aufgegeilten Lustgreisen am Haken
(5) Ich sag's deiner Frau nicht, solange du zahlst
(6) Mein trotteliger Chef ist in mich verknallt und erlaubt mir auch mal eine vierstündige Mittagspause. Und abends wartet meine sexy Verlobte auf mich