Samstag, August 09, 2008

Meet The Pleasants

The most unpleasant family in Pleasantview!


Daniel Pleasant hat drei Leidenschaften: Essen, Autos und Sex. Hauptsache fettig, schnell und heiß. Und wer jetzt fragt, wie fettiger Sex ausschaut, sollte lieber nicht weiter drüber nachgrübeln, zumindest nicht vor dem Frühstück. Zugehfrau Kaylynn Langerak kann jedenfalls bestätigen, daß Daniel im Bett fast so schnell fertig ist wie ein weiterer ihrer Liebhaber.


Mary-Sue Pleasant hatte schon lange keinen Sex mehr mit Daniel. Und ist bestimmt nicht traurig drum - schon die Zeugung ihrer beiden Töchter war ihr zu fettig. Ihr Hobby als Vorsitzende des Papageienzüchtervereins füllt ihre knapp bemessene Freizeit vollkommen aus, da hat sie nun wirklich keine Muße, sich dem Gegrabsche und Gegrabbel ihres ungeliebten Ehemannes hinzugeben! Soll er doch die Putzfrau bespringen, wichtig ist nur, daß er die nächste Staupeimpfung von Polly bezahlt.


Angela Pleasant versteht es, die Rolle der braven Tochter in Formvollendung auszufüllen. Täglich bringt sie mit großem Gekreische die nächste A+ mit ins Haus, malträtiert die Violine, bis den stolzen Eltern die Ohren qualmen und widmet sich typischen Streberhobbys wie Käfersammeln.
Doch all diese Pein nimmt sie nur auf sich, um mit Dustin Broke zusammensein zu können, ohne daß die Eltern es bemerken. Denn die finden einen solchen Strolch für ihre feine Tochter absolut unpassend. Angela hingegen findet ihn einfach nur HEISS, wenn er sich mal wieder das T-Shirt bis zum Bauchnabel auftrennt.


Lilith Pleasant hingegen wurde die undankbare Rolle der rebellischen Tochter verpasst, und das stinkt Lilith ganz gewaltig. Denn eigentlich ist SIE diejenige, die lieber auf Käferjagd gehen würde als auf dunklen Friedhöfen pseudo-satanische Messen zu feiern. Wie sehr wünscht sie sich doch, sich rosa Bänder in die Zöpfe zu flechten anstatt sich jeden Morgen wie ein Pandabär zu schminken. Boah, macht sie das sauer!

Freitag, August 08, 2008

Meet The Oldies


Ein Familienname, dessen Weitergabe sich als schwierig erweisen dürfte. Nicht daß irgendjemand scharf auf diesen altersdiskriminierenden Nachnamen wäre, doch Herb Oldie wünscht sich immer noch sehnlichst den männlichen Stammhalter. Kein Wunder also, daß die einzige Tochter frühzeitig das elterliche Haus verließ, um woanders zu verblühen.
Seine Gattin Coral hingegen ist froh, die Menopause wohlbehalten überstanden zu haben, hat sie doch schon die Erziehung von Mary-Sue überfordert. Viel mehr belastet sie die Tatsache, daß sie und ihr Mann offensichtlich ihr Leben verbummelt haben, denn eine Rente bekommen beide nicht. Und wer soll ihr die Käsenudeln* bezahlen, wenn auch nur Aushilfsjobs auf Taschengeldniveau angeboten werden? So bastelt sie nun in Akkord-Heimarbeit Miniroboter für eine chinesische Billigspielzeugfirma, während Herb die Muskeln spielen läßt.

(*= das einzige, was beide kochen können. Kein Wunder, wenn man keine Skillpunkte hat - haben die beiden in ihrem Erwachsenendasein denn keinen Finger gerührt?)

Donnerstag, August 07, 2008

Meet The Lothario


Gottes Geschenk an die Frauen von Pleasantview ist Don Lothario. Dieser Ansicht zumindest ist Don Lothario selbst. Aber was an ihm wäre NICHT anbetungswürdig? Sein umwerfender Charme, sein modischer Geschmack, sein Adonis-Körper, all das läßt die weibliche Bevölkerung (und Darren Dreamer) in Verzückung geraten. Am meisten verzückt von sich ist allerdings Don selbst. Stunden verbringt er im Selbstgespräch mit dem Spiegel oder beim Posen auf der Dachterrasse (bis Coral Oldie im Nachbarhaus Stielaugen bekommt), das Schlafzimmer ist mit eigenen Aktbildern tapeziert, und auch im Bett kommt er erst so richtig in Fahrt, wenn er sich selbst vor Augen hat.
Doch Fitnesstudio, Körperöl und Maßanzug sind kostenintensiv, so ist die Bestürzung groß, als seine stinkreiche Verlobte ihm die Beziehung aufkündigt - sollte er sich also wieder an deren Mutti ranmachen, die sowieso viel heißer ist und dazu noch wahrscheinlich bald verwitwet ist?

Dienstag, August 05, 2008

Meet The Goths


Mortimer Goth ist verwirrt! Sein Gedächtnis ist auf die alten Tage doch ein wenig eingerostet. Nur noch ungenau kann er sich an das mysteriöse Verschwinden seiner Frau Bella erinnern, und wer zum Teufel ist die billige Blondine, die ihm gräßliche selbstgemalte Bilder an die Wand hängt? Selbst dem eigenen Tagebuch lassen sich nur unnütze Informationen wie "Morgen früh 10 Uhr: Zahnarzt wg. Wurzelprophylaxe" entlocken. Wie gut, daß er sich wenigstens bei der geliebten Gartenarbeit entspannen kann. Auch wenn er sich sicher ist, daß er irgendwas Essentielles vergessen hat.


Bella Goth ist zurück! Zumindest behauptet das die Dame, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht und den Platz der vordermaligen Herrin von Goth Manor beansprucht. Doch wie kann es sein, daß die neue Bella jünger ist als die eigene Tochter? Und sich an so gar kein Detail der angeblichen Alienentführung entsinnen mag?
Nun schleicht sie den lieben langen Tag durch die Gemäuer der alten Villa und taxiert jegliches Erbstück mit dem gierigen Blick eines Viehauktionators.


Cassandra Goth ist empört! Da hat sie ihr Leben ganz der Trauer um die verschwundene Mutter gewidmet und geschworen, als schrullige Jungfer enden zu wollen (sehr zum Ärger eines stadtbekannten Mitgiftjägers), da klopft die Doppelgängerin der Vermissten an der Tür, und der ach so vertrauensselige Papa heißt die offensichtliche Betrügerin mit offenen Armen willkommen. Von den Protestnoten seiner Tochter überm abendlichen Putenschnitzel läßt er sich nur wenig beeindrucken, da er eh nicht kapiert, was dieses Mädchen von ihm will.


Alexander Goth ist froh! Erstens ist seine über alles geliebte Mama zurück und zweitens ist er in der Pubertät angekommen. Endlich das Zimmer in eine Müllhalde verwandeln, haarscharf an den Nachprüfungen in der Privatschule vorbeischrammen, Aknecreme und Rasierschaum benutzen, zerknitterte Unterwäschekataloge und verklebte Socken unterm Bett verstecken und Juliet Capp anschwärmen, ohne gleich von Romeo Monty eine Kopfwäsche in der Schultoilette verpasst zu bekommen.

Montag, August 04, 2008

Meet The Dreamers


Darren Dreamer hat es nicht leicht als alleinerziehender Vater. Nicht daß Sohnemann Dirk in irgendeiner Weise ein schwieriges Kind wäre, ganz im Gegenteil. Aber der Junge ist furchtbar konservativ und spießig! Rümpft er doch tatsächlich die Nase über die Tatsache, daß sein Vater den hochdotierten Job als Sachbearbeiter bei der Kreissparkasse aufgab, um seinem Traum nachzugehen, eines Tages ein nicht weniger hochdotierter Künstler zu werden. Nur mit dem Hochdotiertsein klappt es noch nicht so recht, zumindest seine Obstkorbstilleben verkauften sich schlecht, deshalb versucht es Darren nun mit dem Pinseln von Aktgemälden.


Dirk Dreamer hat es nicht leicht seit dem grausigen Küchenbrandtod seiner Mutter. Denn Papa Darren tischt seither aus Angst vor weiteren Küchenbränden ausschließlich Wackelpeter direkt aus dem Kühlschrank auf, und Dirk sehnt sich nach einer warmen Mahlzeit. Zudem ist sein Vater auf peinliche Wese kindisch (Essensschlachten am Küchentisch! - Dirk ist doch nicht mehr 5 Jahre alt!) und völlig realitätsfremd - wie soll er mit dem Malen von Obstkörbchen und Nackedeis das Leben in diesem riesigen Haus voller Beistelltische finanzieren? Dirk versucht nun, das Ölobst wenigstens über eBay zu vertickern.

Montag, Juli 28, 2008

Meet The Calientes


Wer Paris Hilton zur persönlichen Stil-Ikone erklärt, muss sich natürlich Mühe geben, alle Blondinenklischees zu 100% auszufüllen. Dina Caliente erledigt das mit Links. Und hat nebenher noch Zeit, dem reichsten Mann in der Stadt nachzustellen. Nur der Versuch, mit Mortimer Grusel ein gemeinsames Sexvideo zu drehen (das dann "durch Zufall" auf YouTube veröffentlicht wird), schlug fehl, da der alte Herr trotz Viagra-Einnahme einschlummerte, während Dina noch an der HandyCam die Nachtblende einstellte. Dafür malt sie ihm zumindest ein Selbstportrait, damit der Auserwählte sie auch nicht vergisst (und die Finanzierung ihres anstehenden Debütalbums als neue Popsensation, für das sie schonmal das Tanzen übt).


Wenn ein Kerl sich mit Dinas Zwillingsschwester Nina anlegt, ist er entweder Masochist oder hat einen gewaltigen Dachschaden, denn mindestens ein Tritt in die Familienjuwelen ist ihm dann sicher. Nina ist tough, ehrgeizig und will gewinnen. Deshalb entwickelt sich selbst eine harmlose Partie Schach mit ihr zur Schlacht von Stalingrad.

Sonntag, Juli 27, 2008

Meet The Burbs

Was bei manchen ein Rülpsgeräusch, ist bei anderen ein Nachname!


Völlig unterfordert fühlt sich Jennifer Burb als Vortanzmaus für gelangweilte Hausfrauen im örtliche Jazzerobics-Studio, hat sie doch in Paris Klassischen Tanz studiert.
Aber wie das Schicksal so will, ist am Desiderata-Taler Staatsballett der Posten der Primaballerina freigeworden, weil die bisherige Primadonna in einen tragischen Unfall verwickelt wurde (dessen Ingredienzien eine Bananenschale, eine Wendeltreppe und eine eifersüchtige Kollegin umfasst). Nun trainiert Jen bis zum Umfallen, um den Job zu ergattern


Da seine Frau keine Zeit mehr für die Familie findet, muss John Burb nun seit Tagen mit einem zerschlissenen Kettenhemdchen herumlaufen, denn all seine guten Teile sind in der Wäsche und EA hat immer noch keine Waschmaschine in ein AddOn gepackt.
Seine Frustration über die Vernachlässigung klagt er abwechselnd seinem Spiegelbild oder seinem neuen besten Kumpel Darren Dreamer, der jederzeit für den vernachlässigten John warme Worte übrig hat. Wenn Jennifer die Telefonrechnung sehen könnte, würde sie aus den Ballettlatschen kippen!


Töchterchen Lucy hingegen genießt die mutterlose Zeit in vollen Zügen. Seifenblasen pusten, bis der Arzt kommt, sich die Haare selbst mit der Nagelschere schneiden und an zwei Fingern abzählen, wann die nächste Chance zum nächtlichen Davonschleichen kommt, das ist doch ein Leben!

Samstag, Juli 26, 2008

Meet The Brokes

Das Megahood-Projekt im Simlane10-Forum bietet natürlich beste Gelegenheit, endlich mal wieder simsisch zu bloggen. Juhu!


Brandi Broke mag durch das frühzeitige Ableben ihres Mannes Skip bei einem mysteriösen Swimming-Pool-ohne-Poolleiter-Unfall gebeutelt sein, doch aufgeben wird sie nie. Dank positivem Denken und einer Dosis Ritalin ist sie schnell wieder auf der Höhe. Auch wenn es ihr an Geld, Talent und Geschmack in Garderobenfragen fehlt, an Ideen mangelt es ihr nie - und sie ist sich sicher, daß ihre selbstgetöpferten "Altholländischen" Sammelteller ordentlich Schotter in die leere Familienkasse spülen werden!


Ihr Erstgeborener, Dustin, gibt nicht viel auf's mütterliche Steingut, als angehender Schwerverbrecher ist der Schmuggel von illegalen Anabolika und Steroiden schon mehr nach seinem Geschmack. Wie zu sehen, ist der Junge jedoch sein bester Kunde, aber er ist der festen Überzeugung, daß für die angestrebte Karriere als Geldeintreiber des Pleasantviewschen Gangsterkönigs eine Schrankwand-Silhouette unabdingbares Muss ist!


Da Dustin dank Wollmütze seinen Gel-Topf nicht mehr braucht, hat er ihn an seinen kleinen Bruder Beau weitervererbt. Als Familienschönling weiß der ihn auch schon von zarten Kindesbeinen an zu nutzen. Die überforderte Frau Mama ist mit Kindergebären und Tonkneten beschäftigt und parkt ihren zweiten Sohn deswegen meistens vor dem Fernsehgerät, wo der sich mit großen Augen Pleasantviews Next Topmodel anschaut und beschließt, später selbst eines zu werden.


Skip Jr. hat nicht nur den Namen vom Herrn Papa geerbt, sondern leider auch die Nase. Vielleicht guckt er deswegen so verdrossen drein, vielleicht aber auch, weil er zwar ein Töpfchen benutzen kann, sich jedoch im Strampler draufsetzen muss? Auch die Kindertage sind von Missmut geprägt, denn während die reicheren Kinder mit Computer und Teddybär spielen können, kann er sich nur mit Betthüpfen vergnügen.

Dienstag, Mai 22, 2007

High Society


"Wir haben zuviel Geld!" meint Rafael Cortese eines Morgens im barocken Frühstückssalon. "Die Proletarier darben, und wir leben wie die Made im Speck!"
Die Madentheorie schmeckt Lohengrin jedoch überhaupt nicht, genauso wie er immer den Speckrand vom Filet Mignon schnippelt. Schließlich sind der Wintergarten und sein Ankleidezimmer noch nicht ausgebaut, und auf den beheizten Swimming Pool muss er auch noch einige Zeit warten. Und da er sich deswegen noch immer proletarisch genug fühlt (schließlich muss er sich all dies auch durch sein Friseurhandwerk verdienen), bricht bei Lohengrin beim Gedanken an die Plattenbausiedlung, in die ihn Rafael am liebsten verpflanzen würde, der kalte Schweiß aus.

Die beste Taktik ist, den Kapitalismuskritiker auf andere Gedanken zu bringen. "Wir haben zuwenig Techtelmechtel!" entgegnet er dem verblüfften Gatten und beschließt in Gedanken, diesmal auf Verhütungsmittel zu verzichten...

Montag, Mai 21, 2007

Kahlschlag


Wie man schon im vorherigen Beitrag sehen konnte, haben die Frisuren des Ehepaars Cortese dramatische Änderungen erfahren. Als Friseur mit Goldorden ist es Lohengrin natürlich der Kundschaft schuldig, immer die neueste Trendfrisur zu präsentieren. Doch Rafaels kurze Stoppeln sind eher dem Umstand zu verdanken, daß sich dank jahrelangem Tragen von Schiebermützen die Geheimratsecken rasant in Richtung Nacken bewegen.

Hier lernt er gerade fleißig für seine Abschlußprüfung in Verrückten Wissenschaften. Eigentlich ist er ein normaler Wissenschaftler, dem noch eine gehörige Portion Verrücktheit fehlt. Aber er findet den eisernen Arm so cool, den er nach der erfolgreichen Beförderung tragen darf, deshalb versucht er nun durch das Lesen besonders bescheuerter Bücher zu mehr durchgeknallten Hirnsynapsen zu gelangen.

Donnerstag, Mai 17, 2007

Da steckt der Wurm drin


Noch immer sind die Schulden der Corteses wegen des Baues ihres schnuckligen Palazzos horrende, deshalb arbeitet Lohengrin an einem überzeugenden Stromsparkonzept. Schließlich war sein Großvater ein Schweizer, da wird Sparsamkeit vermutlich genetisch weitervererbt. Um bei Dunkelheit eine stilgerechte (die Nachbarn sagen "protzige", aber das sind alles nur Neider) Beleuchtung der eindrucksvollen Fassade zu garantieren, steht er nun Nacht für Nacht im Garten, um Glühwürmchen zu fangen. Eingesperrt hinter Glas fabrizieren die kleinen Kerlchen sanft grünliches Licht, das auch den Marmorlöwen im Vorgarten schmeichelt.

Da er die Leuchtkäfer jedoch nicht allzu lange quälen will, entläßt er sie um zwei Uhr wieder. Dann sind gewiss alle Nachbarn im Bett und merken nicht, daß sich die Corteses einen Palazzo, aber keine Glühbirnen leisten können. Jetzt muss er sich nur noch ausdenken, was zu tun ist, wenn die Paarungszeit der Lamporydae vorbei ist. Wenn bloß die Brennzeit der politischen Manifeste seines Mannes nicht so kurz wäre!

Dienstag, Mai 15, 2007

Was uns nicht umbringt

Gerade in einer schneereichen Januarnacht verflucht Parsifal Arden den Frischluftfanatismus seines Mannes. Eine Gießkannendusche mag im Hochsommer ein erfrischendes Vergnügen sein. Aber im tiefsten Winter mag sich niemand die Eiszapfen von den Kronjuwelen schütteln, da mag die abhärtende Wirkung von kühlem Wasser noch so gesund sein.

Deshalb stellt er Coinneach ein Ultimatum, während er die Frostbeulen mit hausgemachter Lavendelsalbe bestreicht. Entweder ein Badezimmer mit Dach und vollständigen Wänden, oder dieser kann ihn demnächst ein paar Häuser weiter besuchen, weil er nämlich dann wieder zurück ins Elternhaus zieht.

Montag, Mai 14, 2007

Angriff der Killertomaten


Es ist immer das Gleiche: Sobald sich Coinneach Arden herunterbeugt, um das ständig wuchernde Unkraut an den Tomatenpflänzchen zu beseitigen, beginnt auch schon die Sprinkleranlage, ihn auf unangenehmste Weise mit kaltem Wasser zu bespritzen. Bäh! Überhaupt geht ihm die ganze Gartenarbeit tierisch auf den Keks - Waldelf hin oder her, er schaut eben lieber den Bäumen beim Wachsen zu, als sich mit stinkendem Dünger und der Entfernung von Blattläusen auseinanderzusetzen.

Aber sein Ehemann Parsifal besteht nun mal auf gesunde Ernährung aus eigenem Garten, auch wenn die vorerst ausschließlich aus Tomaten besteht. Die hoffentlich besser schmecken als die wässrigen Paradiesäpfel aus Opa Tassilos Lebensmittelmarkt. Also wird demnächst alles mit Tomatensauce und Ketchup serviert. Coinneach hofft auf genügend überbleibenden Saft, um sich mit Bloody Marys dieses Elend schöntrinken zu können!

Samstag, Mai 12, 2007

Ausgefuchst


Um die Wildtier-Sammlung im Hause Arden zu komplettieren, hat Sohnemann Prospero einen kleinen Fuchs adoptiert, den er geschwächt und hilflos im am Tag zuvor zusammengeharkten Laubhaufen vorfand. Geschwächt und hilflos war der kleine Racker vermutlich deshalb, weil ihm der Junge unbeabsichtigt eins mit dem Laubrechen über den Schädel gebrettert hatte, schließlich war der Rotpelz noch frisch und munter, als er sich zum Schlummern in ein gemütliches Herbstblätternest zurückgezogen hatte.

Reh Bambi ist vom neuen Familienzuwachs nicht allzu angetan, jetzt will Prospero nämlich kaum noch mit ihm Stöckchenwerfen spielen, sondern kuschelt lieber mit dem verschreckten Füchslein, das er "Rumpel" getauft hat. Und während das vernachlässigte Rotwild Depressionen schiebt, wird der bepelzte Bandwurmträger an die Benutzung von Katzenklos gewöhnt.

Sonntag, Mai 06, 2007

Sternstunden


Das einzige vollständig erhaltene Gebäude der Ruine der Abtei St. Elsbeth, die nun von den Ardens bewohnt wird, ist der Turm der ehemaligen Klosterkirche. Nacht für Nacht erklimmt nun Parsifal die Treppen zur Turmspitze, um mit seinem Hochleistungsteleskop den Sternenhimmel zu erforschen. Naja, ab und an schaut er auch mal in die Fenster seiner Nachbarn, um zu sehen, ob die Prados schon wieder Spaghetti zum Abendessen haben oder ob Bengt Lindfors sein Hütchen wenigstens beim Techtelmechteln absetzt (tut er natürlich nicht!).

Nachdem ihm Byron Mount einige wohlgezielte Ohrfeigen verpasst hatte, läßt er es künftig bleiben, das Fernrohr bei Tageslicht zu benutzen. Dabei wollte er doch nur überprüfen, ob Byron Unterwäsche unterm Hula-Röckchen trägt (tut er übrigens nicht!).

Samstag, Mai 05, 2007

Rehäugig


Für einen Waldelf ist der gute Draht zur Natur selbstverständlich. Deshalb lockt die Klosterruine am Waldesrand, die sich Coinneach Arden als Wohnsitz auserkoren hat, genug Wildgekreuch und -gefleuch an, um einen Streichelzoo zu füllen. Sein Mann Parsifal toleriert mit verkniffenem Lächeln zwar die Fledermauskolonie über dem Kühlschrank und die Maulwurfshügel im Badezimmer, aber beim Wolfsrudel, das ihm mit fletschenden Zähnen den Schlafplatz im eigenen Ehebett streitig macht, ist dann endgültig Schluss mit der Tierliebe.

Doch hat er nicht mit dem Auftauchen des verwaisten Rehkitzes gerechnet, das Coinneach eines Tages mit anschleppt. Ein Blick aus großen Kulleraugen genügt, um Bambi zum ständigen Hausgenossen zu machen. Allerdings benimmt sich das Hausreh manchmal nicht besonders artgerecht - es kaut auf alten Knochen herum, jagt den Zeitungsjungen und pinkelt mit einem Hinterbein in der Luft. Irgendetwas stimmt da doch nicht!

Freitag, Mai 04, 2007

Schnippschnapp


Wie man sich einen Mann angelt, diese Frage braucht sich Parsifal Arden eigentlich nicht zu stellen, denn diesen hat er schon längst am Haken. Viel lieber hätte er jetzt den dicken Karpfen an der Angel, der sich im Gartenteich ins Fäustchen... Verzeihung Flösschen lacht und nicht im Traum daran denkt, anzubeißen. Die Kriegsbemalung hat er sich übrigens nicht aufgetragen, um fette Fische zu erschrecken, das Make-Up wurde ihm vom Zwillingsbruder in dessen Schönheitssalon verpasst. Parsifal weiß zwar nicht, ob Lohengrin das als Witz verstand, ist sich aber zu unsicher, es abzuwaschen, schließlich wird Bruderherz schon wissen, was gerade in Mode ist.

Seinen geliebten Eheelf Coinneach plagen ganz andere Sorgen - kurz vor Winteranbruch treiben seine notgeilen Zitronenbäumchen nochmal aus. Wird da eine Beschneidung weiterhelfen?

Donnerstag, Mai 03, 2007

My Substitute For Love


Wie jeder weiß, ist die Pubertät eine schwere Zeit im Leben. Die Hormone erwachen zum fröhlichen Veitstanz, lassen Haare an den unmöglichsten Körperstellen sprießen, verwandeln den Kindersopran in hilfloses Krächzen und die Entwicklung der Vernunft wird kurzzeitig von der Triebsteuerung überrannt.

Drehen sich 87% aller Gedanken alleine ums Techtelmechteln, ist es kein Wunder, wenn Franz Ferdinand von Austerlitz sehnsüchtig nach einem Opfer für den ersten Kuss Ausschau hält. Bisher jedoch vergebens, denn dank intensivem Körpergeruch nach Dorsch und Makrele bleiben die Jugendlichen in seiner Umgebung seinem Knutschmund fern. So muss er sich als Surrogatpartner mit einem bemalten Backstein behelfen. Der ist geruchsresistent und willig, zudem hat er ihn mit dem Gesicht von Orlando Bloom bemalt. Mmmmhschmatz!

Mittwoch, Mai 02, 2007

Der Schmetterlingseffekt


Wüsste Rudolf Shao von Austerlitz, daß der Flügelschlag eines Schmetterlings in Flamingo Beach einen Orkan im Simazonasbecken auf der anderen Seite des Globus auslösen kann, würde er wohl nicht so leichtfertig diesen Aufruhr unter den bunten Flatterraupen verursachen. Opa Tassilo läßt den Jungen nur grummelnd gewähren, schließlich darf er dann wieder die armen Schmetterlinge aus dem Einmachglas befreien, wenn der Enkel der grausamen Jagd überdrüssig Stöcke nach vorbeistreunenden Hunden wirft.

Dabei hat sich Tassilo nach dem Tode seines Mannes ganz auf sein neues Hobby konzentriert - dem Malen von weißen Giraffen und Damen in grünen Minikleidern. Darauf angesprochen, wodurch er zu seinen farbenfrohen Motiven inspiriert wird, weiß der Hobbykünstler keine rechte Antwort. "Zuerst zeichne ich wirres Gekrickel auf die Leinwand, dann starte ich von der Mitte aus mit dem Farbauftrag. Und schwupps wird ein tolles Bild daraus!"

Montag, April 30, 2007

Wer hat die Kokosnuss geklaut?


Leopold von Austerlitz hat nicht nur den Blumenladen Grandma's Flower Inferno vom verstorbenen Großvater geerbt, sondern auch dessen teilweise doch recht exotisch gekleideten Kundenstamm. Man ist ja die Lust an modischen Experimenten in Flamingo Beach gewöhnt, aber der knappe Lendenschurz von Tarzan Greystoke ist derart sinnesbetörend, daß Poldi glasige Augen bekommt und darüber glatt die Nachbestellung der ausgegangenen Wildblumensträuße vergisst.

Mr. Greystoke hingegen sucht nach passenden Lianen, um damit seinen Vorgarten zu verschönern. Leider findet er in diesem merkwürdigen Laden nur kitschige Blumengebinde, dafür jedoch wird er schamlos angeglotzt. Hätte er bloß auf Cheetah gehört und wäre nicht aus dem Dschungel fortgezogen!

Freitag, April 27, 2007

Zum Jaulen


Bekanntermaßen scheren sich Hund und Katze in der Pets-Erweiterung regelrecht einen Dreck um ihre Besitzer. Gerne lassen sie sich kraueln, liebhaben und mit Leckerlis füttern, aber wenn dann Herrchen nach langem Tagewerk wieder nach Hause kommt, ist die schwanzwedelnde Begrüßung Fehlanzeige. Hauptsache das Futter stimmt!
Merkwürdigerweise machen sie sich jedoch manchmal eine Empathie zu eigen, die selbst auf wildfremde Sims übertragbar ist. Hier zum Beispiel betrauert ein zufällig vorbeistreunender Köter Amadeus von Austerlitz' Abreise in den ewigen Hawaiiurlaub auf herzergreifende Weise.

An Amadeus' Leichenbittermiene ist abzulesen, daß er sein Ableben ebenfalls sehr bedauert, kam er doch nur halbwegs dazu, seinem Mann Tassilo das streng geheime Käsekuchenrezept anzuvertrauen, das dank der Hormonzugabe für bombensichere Zwillingsgeburten sorgt und das Zugpferd der nun konditorlosen Konditorei Café Mercure darstellte.

Donnerstag, April 26, 2007

Survival of the Fittest


Hier bläst Leopold die dicken Austerlitz-Backen noch mehr auf - und das aus gutem Grunde, will er sich doch mit seiner Neuanschaffung im heimischen Aquarium, dem Schwarzgebänderten Schabrackenbuntbarsch anfreunden. Der extrem teure Zierfisch ist jedoch augenblicklich verzweifelt bemüht, dem aufgerissenen Maul des Siamesischen Torpedowelses zu entkommen, und hat nun wirklich keine Zeit, auf Leopolds alberne Versuche in korrekter Fischmimik zu achten.

Noch ist Poldi nämlich ahnungsloser Laie in puncto Aquaristik und wird gleich überrascht das Wangenaufpusten sein lassen, wenn vereinzelte Schabrackenbuntbarschgräten auf den Aquariengrund sinken werden, sein Torpedowels aber einiges an Gewicht zugelegt hat.

Dienstag, April 24, 2007

Splash!


Während sein kleiner Bruder Rudolf Shao gerade für das Seepferdchenabzeichen übt, geht Franz Ferdinand von Austerlitz auf die tägliche Tauchstation. Als Meerjungmann ist es immens wichtig, seine Schuppen vor dem Austrocknen zu bewahren. Damit er unterhalb des Bauchnabels also nicht aussieht wie ein Dörrfisch, hüpft Franzl mehrmals täglich ins erfischende Nass.

Richtiges Meerwasser wäre ihm allerdings bedeutend lieber, denn das Chlor zwischen den Kiemen ist nicht unbedingt angenehm und fördert zudem die Aknebildung auf zarter Teenagerhaut. Umso eifriger beschmiert er sich deshalb mit Pickelcreme - und muss sich beim Schwimmen stets Vorhaltungen von Klein-Rudolf gefallen lassen, der es ein wenig eklig findet, durch Schwaden von sich auflösender Pickelcreme kraulen zu müssen.

Montag, April 23, 2007

He's a Killer Queen


Warum guckt denn Mu-Bai von Austerlitz so bedröppelt, als er an diesem Dienstagmorgen zur Arbeitstelle aufbricht? Und warum schleicht er sich durch's Garagentor anstatt die Haustüre zu benutzen?
Dabei müsste er doch strahlen vor Glück, endlich die erniedrigende Stellung als singende Pommestüte an den Nagel hängen zu können. Doch der neue Job als Clanführer einer Horde verpickelter Fünfzehnjähriger beschämt ihn so sehr, daß er sich sogar zum Hinterausgang hinausschleicht, um ja keinem Familienmitglied Rede und Antwort zu seinem neuen Job zu stehen.

Ausgerechnet er, der buddhistische Ex-Mönch, der schon bei einer versehentlich zertretenen Ameise Gewissensqualen erduldet, weil er gerade irgendwessen reinkarnierten Großvater zermatscht hat, muss nun den ganzen Tag in Ballerspielen feindliche Computergegner über den Haufen knallen - und jeder weiß ja, was diese Spiele anrichten können!

Samstag, April 21, 2007

Puff!*


Eigentlich wollte sich Amadeus von Austerlitz mit der Eröffnung seines fünften Ladens den Lebenswunsch nach fünf erfolgreichen Geschäften auf möglichst gemütliche Art erfüllen. Schließlich hat er sein ganzes Leben lang hart geschuftet und verspürt im Herbst seines Lebens wenig Lust, sich noch mit Verkaufsgesprächen und Regaleinräumen herumzuplagen. Doch seit der Einführung der vier Jahreszeiten mutiert seine einst boomende Badetherme Spartakus zur Todesfalle, was dem Badespaß in entschiedenem Maße abträglich ist.

Das Phänomen nennt sich Spontane Selbstentzündung - die Badegäste erhitzen sich beim Whirlpoolplanschen derart, daß sie nach dem Aussteigen aus der Wanne in Flammen aufgehen. Der Feuerwehrmann ist mittlerweile Dauergast, und die Kundentreue verpufft so schnell wie der Ruhm der Gewinner von Deutschland sucht den Superstar. Amadeus ist jetzt also nicht nur dem Tode, sondern auch der Verzweiflung nahe - der erste Austerlitz, der ohne goldumflorten Grabstein unter der Erde liegt!

*Das zitiert natürlich das Geräusch der Selbstentzündung und beschreibt nicht die Art des Etablissements, das Amadeus betreibt.

Freitag, April 20, 2007

Reicht Ausreichend aus?


Die Höchstnote in Prüfungen an der Barbra-Streisand-Universität ist eine 4,0, und man erlangt sie problemlos, indem man maximal vier Vorlesungen besucht, vielleicht noch eine Hausarbeit von Mitstudenten schreiben läßt und sich ansonsten bei den Professoren einschleimt. Aber selbst dieses niedrig gesteckte Ziel droht Augusten Gallant im vierten Semester zu verfehlen - dank der nun eingekehrten Wetterwechsel ist die Selbstversorgung mit frischem Obst und Gemüse bei ihm angesagt, und über der Tomatenernte hat er doch glatt vergessen, sich hinreichend auf die Vordiplomprüfung vorzubereiten, die in fünf Stunden ansteht.

Die einzige Rettung vor dem drohenden Totalversagen bietet sich in einem romantischen Date mit seinem Physikprofessor Anupam Prabhavalkar. Flugs wird der alte Zausel ins Edellokal Bernard's Botanical Dining geladen, und dann solange angegraben, bis der Dozent seinem Studenten aus der Hand frisst. Beim anschließenden Kampfknutschen verschluckt sich Augusten zwar beinahe an den Dritten Zähnen des Professors, aber die 4,0 ist ihm gewiss.
"Prostitution!" wird nun manch moralinsaurer Leser kreischen. "Ausreichende Vitamin-B-Zufuhr!" kreischt Augusten dann zurück.

Wer übrigens genau hinschaut, erkennt im Kellner einen alten Bekannten aus einer anderen Geschichte von mir. Daß er sich hier nun als Servicekraft verdingen muss, ist wohl recht verräterisch...

Donnerstag, April 19, 2007

Der Geburtstagsbeitrag


War klar, daß ich ihn versäume, den Blog-Geburtstag. Einjähriges war gestern, heute geht es schon ins nächste Jahr der Existenz. Deshalb nun ganz ohne Torte und großes Helau ein nostalgisches Bild aus meinen Sims-Anfangszeiten, als sogar noch die Geburt von Töchtern möglich war!
Auf dem Sofa der sichtlich gealterte David Beckham und sein Ehemann Gale Harold, rechts und zu Füßen die gemeinsame Kinderschar und hinterm Sofa der Schwiegersohn, irgendein Fuzzi von der irischen Supergruppe Westlife *kicher*. Aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen schwamm Familie Beckham voll auf der Retrowelle, die allerdings bis in die viktorianische Ära zurückschwappte. Nur der rebellische Dazugeheiratete wollte sich modisch nicht so recht anpassen.
Der kleine Junge links vorne (dessen Name ich nicht mehr weiß) leidet übrigens an dem berüchtigten Schach-Arm, eine hartnäckige Versteifung des linken Armes, die sich nur durch das Lösen von Kreuzworträtseln heilen läßt.

Ja dann mal auf ein weiteres Jahr!

Dienstag, April 17, 2007

Schlaf, Bengtlein, schlaf


Korrekte Tischmanieren wurden den Gallant-Buben sozusagen in die Wiege gelegt, denn schon dort haben sie nach dem Fläschchennuckeln immer die Lippen mit dem Lätzchen abgetupft.
Selbstredend muss der feingeistige Augusten nun stets die Nase rümpfen, wenn er mit Bengt Lindfors die abendlichen Nudelgerichte zu sich nimmt - beide teilen sich seit Augustens Studienbeginn eine Wohnung auf dem Universitätscampus und ein Defizit in Kochskillpunkten.
Das Schwedenhäppchen schlingt und mampft, daß die Brocken fliegen. Und ist er - wie meist - übermüdet, landet auch mal der Kopf in der Bolognesesauce. Kein Wunder, daß man am Strohhut immer den Speiseplan vom Vortag ablesen kann.

Vielleicht ist Augusten aber auch nur so ungnädig, weil ihn das luftige Fetischensemble kneift, das er neuerdings trägt. Bengt jedenfalls ist deshalb so müde, weil er neben dem illegalen Roboterverticken auch noch Tag und Nacht für die Abschlussprüfung lernt - da wird man sich ja wohl auch mal auf zerkochten Nudeln ausruhen dürfen!

Sonntag, April 15, 2007

My Fair Lebensmittellieferant


"Schon wieder so ein düsteres Bild!", werden nun viele Blogleser denken und damit ganz richtig liegen. Und auf düstere Gedanken kommt nicht nur die hochgeschätzte Leserschaft, sondern auch Dallas Gallant, geborener Trump. So urplötzlich vom neonlichtdurchfluteten Lebensmittelauslieferungslager ins spinnwebverhangene Vampirschloss der Gallants zu wechseln, hat ihm ziemlich zugesetzt. Letzte Reste seiner einstmals guten Laune zerschellten am schwiegerelterlichen Eisberg des Mißfallens bezüglich seiner proletarischen Herkunft.

Der in den Startlöchern mit den Hufen scharrenden Depression kommt gewiss auch die große Generalüberholung zugute, die ihm sein Göttergatte Octavian verpasste, um ihn der gothischen Architektur anzupassen - aber nicht jeder fühlt sich wohl in samtenen Puffärmeln. Zudem verschließt sich der Stylist selbst jeglicher Gruseloptik und bevorzugt den Stripper/Kutterfischer-Look*.

*Zur Freude von mir und zum Ekel von Gretel , die auch mal wieder ihren Blog aktualisieren könnte ;)

Freitag, April 13, 2007

Zwei wie Hund und Katze


Nicht nur Octavians morganatische Eheschließung bringt Unfriede nach Fortisquince Manor. Zum echten Kriegsschauplatz wurde der Stammsitz der Familie Gallant durch den Einzug des Dobermanns Bram und der fiesen Katze Fräulein Blücher. Jene ist an diabolischer Durchtriebenheit selbst Duchesse ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen. So läßt sie auch keine Gelegenheit aus, den Erzrivalen zu quälen und ihn bei beider Herrchen schlecht zu machen. Stets gehen auf mysteriöse Weise Vasen zu Bruch oder lösen sich Sofakissen in ihre Bestandteile auf, sobald sich Bram anscheinend alleine in einem Raum aufhält - doch kurz vorher sieht man noch einen pelzigen schwarzen Schatten durch die Tür huschen.

Ausgescholten wird natürlich der arme Hund, schließlich schaut er eindeutig gefährlich und aggressiv aus, während die Miezekatze so flauschig ist und niedlich schnurren kann. Daß Fräulein Blücher den weitaus größeren Wauwau in ihren zahlreichen Beißereien immer nach Strich und Faden vermöbelt, das kriegt natürlich kein Sim mit. Ein echtes Hundeleben!

Mittwoch, April 11, 2007

Standesdünkel


Die tolle Sache bei einer Sims-Hochzeit ist, daß der ganze Tralala wie Standesamt, Trauzeugen und Brautjungfer völlig unnötig ist. Da wird der Ring übergestreift und ruckzuck steht das Ehegelöbnis, ganz ohne Erlaubnis von Behörden oder Verwandten. Genau aus diesem Grund heiratet Octavian Gallant seinen Verlobten Dallas Trump klammheimlich auf dem Gehsteig vor der elterlichen Gruselburg, um sie danach vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Denn diese haben sich für ihren Erben eine weitaus bessere Partie als den Lebensmittellieferanten vorgestellt. Seneca träumte von einer Vereinigung mit der Landgraab-Dynastie, die seit Generationen im benachbarten Dörfchen Blauseidigheide den gesellschaftlichen Ton angibt. Aber der aufsässige Octavian hat sich bereits entschieden gegen die Vorstellung ausgesprochen, daß seine beiden Kinder dann Stefan Landgraab V und Stefan Landgraab VI heißen müssten. Genauso vehement wehrte er sich gegen eine Verbindung mit altem Adel, vor allem, wenn in dessen Adern kein blaues, sondern überhaupt kein Blut fließt - Uriah wollte ihn nämlich unbedingt mit dem Grafen Finci-Contini verbandeln.

Montag, April 09, 2007

Bitte nicht stören


Nicht selten können schon die kleinsten Anlässe zu ernsthaften Ehezerwürfnissen führen. Dabei wollte in unserem Fall Seneca Gallant seinen Mann Uriah nur fragen, ob ihm auch Blutkonserven mit Rhesusfaktor negativ Jahrgang 2003 zum Abendessen schmecken würden. Aber Uriah ist nun wahrlich kein Morgenmensch, oder überhaupt ein Freund von Tageslicht, und eigentlich auch kein Mensch an sich, deshalb fällt seine Reaktion auf das gutgemeinte Sargöffnen ungewöhnlich harsch aus.

Nachdem sich Seneca vom Beinahe-Herzinfarkt weitgehend erholt hat, sucht er sich erstmal im Telefonbuch die Nummer des besten, da einzigen Eheberaters von Flamingo Beach heraus - schließlich befindet sich die Beziehung seit einiger Zeit in Schieflage. Seinen Partner sieht er nur noch kurz vorm Schlafengehen, dann der Fledermausdreck überall, und schließlich die ständige Suche nach neuem Personal, weil das alte wegen plötzlicher Blutarmut kündigen musste.

Mittwoch, April 04, 2007

Da brat' mir einer 'nen Storch!


Zurück von der Uni muss Octavian Gallant feststellen, daß seine Eltern beim Ausbau ihrer neuen Raubritterburg mit authentischem Mittelaltermobiliar in der Zwischenzeit nicht gegeizt haben. Kein Wunder, hat die Erbschaft seines schwerreichen Großvaters doch die Haushaltskasse sturmgeflutet. Die renovierte Küche kann zum Beispiel jetzt mit einem originalen Ochsenbratrost aufwarten, der groß genug ist, mehrere Wildschweine nebeneinander zu garen. Octavian kommt es nun richtig affig vor, wenn er damit mal nur ein paar Hamburger anbrät und nicht gleich einen halben Walfisch.

Natürlich ist vorangegangener Text nur eine lahme Entschuldigung, um ein weiteres Bild meines halbnackten Lieblingssims zu zeigen, den ich einfach für sensationell gutaussehend halte. Grrrwuff!

Dienstag, April 03, 2007

Kling, Glöckchen


Was dem einen der Wackelhase, ist der anderen der Wackelvogel. Fräulein Blücher, geliebte Hauskatze der Familie Gallant, ist völlig vernarrt in ihr neues Spielzeug, ist es doch naturgetreu dem Blauen Domsperberich nachgebildet, den sie im heimischen Garten am allerliebsten ausrottet. Anstelle des echten Vorbildes haut sie nun auf dessen künstliches Ebenbild mit Begeisterung ein, was die Gartenpopulation dieser seltenen Vogelart aufatmen läßt, allerdings Augusten Gallant in den Wahnsinn treibt.

Der steckt nämlich in den letzten Vorbereitungen für die Abschlußprüfung an der Lapadoo-Privatschule für brave Knaben, und beim Lernen wird das ewige Bimmeln des Wackelvogels schnell zur Nervenprobe. Will er Fräulein Blücher das klimpernde Spielzeug jedoch wegnehmen, fährt sie erbost ihre Krallen aus - und es ist kein schöner Anblick, wenn sich zur Pubertätsakne auch noch blutige Striemen ins Gesicht gesellen.

Montag, April 02, 2007

Verwackelt


Wer einem Mümmelmann mal die Löffel lang ziehen will, der hat in dieser trauten Familienszenerie dazu beste Gelegenheit. Prados Zweitgeborener Bonifacio jedenfalls übt schon mal am Objekt. Der Wackelhasenkopf kann nicht nur wackeln und dummes Zeug faseln, nein, er hilft sogar, Charisma aufzubauen. Toll! So wird der kleine Bonifacio später als großer Bonifacio bestimmt immer einen guten Eindruck auf die Plastikhasen in seiner Umgebung machen.

Auf die großartige Idee mit dem Hasenkostüm für den Nachwuchs kam natürlich Papa Gilbert, trotz erbittertem Widerstand der Restfamilie. Die zu erwartenden Schulhofprügeleien nimmt er in Kauf, meint er doch, daß der Junge sowieso dank fleißigem Wackelhasenwackeln später über genügend Charisma verfügen wird, daß er die Pausenhofrowdys schnell um den Finger wackeln äh... wickeln kann.

Sonntag, April 01, 2007

Virginia Sartor, Angel of Death


Liebe Leser dieses kleinen Blogs,

in letzter Zeit spüre ich immer mehr, wie mir der Spaß an meiner Nachbarschaft Flamingo Beach schwindet und mich das Spielen von ständigem Friede-Freude-Eierkuchen mit muskelbepackten, (halb-)nackten Männern langweilt.

Deswegen habe ich mich entschlossen, eine neue Nachbarschaft zu beginnen und einen neuen Hauptcharakter einzuführen, der euch hoffentlich genausoviel Freude bereiten wird wie einstmals die Nachkömmlinge von Ferdinand von Austerlitz.

Darf ich also vorstellen, dies ist Virginia Sartor. Einstmals ein fröhliches junges Schulkind mit treffsicherem Geschmack bei der Geschenkeauswahl, wurde sie an einem trüben Dezembertag von ihrer eigenen Großmutter mit einer Urne im Affekt erschlagen, die sie dieser kurz zuvor noch als gutgemeinte Weihnachtsgabe überreicht hatte. Von Gewissensbissen geplagt, benutzte Oma Sartor den Draht zur Hölle, war aber zu arm, um dem Sensenmann mehr als ein paar Groschen zu bezahlen, damit er die Enkelin wieder ins Leben ruft.
Erlebt also, wie Zombieginia fortan durchs Leben schlurft, das Blut von Mechthild Bruenig trinkt und Henning Platz den Kopf abbeißen will!

Nachtrag 2. April 07:
Vielleicht hätte ich meinen Aprilscherz noch absurder und bescheuerter machen sollen - natürlich werde ich nie die Freude daran verlieren, gutaussehende Sim-Männer bei ihren Abenteuern zu beobachten. Die arme Zombieginia, sie muss nun weiterhin ein Dasein als verunstalteter Townie in
Flamingo Beach fristen, aber vielleicht kommt sie ja doch noch irgendwann groß raus ;)